Praxistipps | News | Updates
VISIONCON.
| Blog
Mit der Wahl der korrekten IP-Schutzklasse lässt sich viel Geld sparen.

In elektronischen Anwendungen entscheidet die richtige Komponentenwahl über Zuverlässigkeit, Sicherheit und Lebensdauer eines Systems. Ein Aspekt, der dabei häufig unterschätzt wird, ist die IP-Schutzklasse. Dabei kann gerade sie maßgeblich dazu beitragen, unnötige Kosten zu vermeiden – sowohl bei der Anschaffung als auch im laufenden Betrieb.
Was ist die IP-Schutzklasse?
Die IP-Schutzklasse (International Protection)
beschreibt, wie gut ein elektronisches Gerät gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Wasser geschützt ist. Sie wird durch zwei Ziffern angegeben:
Erste Ziffer (0–6): Schutz gegen feste Fremdkörper und Berührung
Zweite Ziffer (0–9): Schutz gegen Wasser
Grundsätzlich gilt:
Je höher die Ziffer, desto höher der Schutz – aber auch desto höher oft die Kosten.
Typische IP-Schutzklassen im Überblick:
IP40- Schutz gegen feste Fremdkörper > 1 mm / Kein Schutz gegen Wasser
Geeignet für trockene, saubere Innenräume ohne Feuchtigkeit
Kostengünstige Lösung für Schaltschränke oder geschützte Einbauorte
IP54- Staubgeschützt / Schutz gegen allseitiges Spritzwasser
Ideal für Werkstätten oder Produktionsbereiche mit gelegentlicher Feuchtigkeit
IP65- Staubdicht / Schutz gegen Strahlwasser aus beliebiger Richtung
Empfohlen für Außenbereiche oder industrielle Umgebungen mit hoher Staub- und Feuchtigkeitsbelastung
IP67- Staubdicht / Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen in Wasser
Optimal für Anwendungen mit möglichem Wasserkontakt, z. B. in der Lebensmittelindustrie oder im Außenbereich
Warum die richtige IP-Klasse Geld spart!
Ein häufiger Fehler in der Praxis ist die Überdimensionierung der Schutzklasse. Höhere IP-Schutzarten bedeuten:
höhere Anschaffungskosten
aufwendigere Gehäuse- und Dichtungskonzepte
teilweise schlechtere Wärmeabfuhr elektronischer Bauteile
Ein Gerät mit IP67 ist nicht automatisch besser, wenn IP54 für die reale Umgebung völlig ausreicht. Umgekehrt führt eine zu niedrige Schutzklasse zu Ausfällen, Wartungskosten und ungeplanten Stillständen.
Wichtig: IP-Schutz ≠ Korrosionsbeständigkeit
Ein entscheidender Punkt wird oft übersehen:
Die IP-Schutzklasse sagt nichts über die Beständigkeit gegenüber chemischen oder klimatischen Einflüssen aus.
Unbedingt zu prüfen sind:
- aggressive Medien (Säuren, Laugen, Gase)
- hohe Luftfeuchtigkeit oder Betauung
- starke Temperaturwechsel
- eingesetzte Werkstoffe, Dichtungen und Beschichtungen
Nur wenn IP-Schutzklasse und Materialauswahl zur Umgebung passen, ist ein langlebiger und wirtschaftlicher Betrieb elektronischer Anwendungen gewährleistet.
Fazit
Die richtige IP-Schutzklasse ist ein Balanceakt zwischen Schutz und Wirtschaftlichkeit. Wer die tatsächlichen Einsatzbedingungen realistisch bewertet, vermeidet Überdimensionierung, senkt Kosten und erhöht gleichzeitig die Betriebssicherheit.

Unser Messestand für die SPS 2025 in Nürnberg nimmt Form an – und wir könnten nicht gespannter sein. Nach Wochen intensiver Planung und kreativer Feinarbeit stehen heute die letzten Handgriffe an. Die finale Phase des Aufbaus läuft, jede Schraube sitzt, jedes Detail stimmt. Mit jedem Element, das seinen Platz findet, wächst die Vorfreude: auf spannende Gespräche, inspirierende Begegnungen und den großen Showdown der Automatisierungsbranche. Dieses Jahr präsentieren wir Ihnen gleich mehrere Highlights: Hochleistungs-Ethernet-Datenkabel für maximale Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit, Robuste Sensorleitungen und M12/ M8- I/O-Link-Gerätebuchsen für moderne, vernetzte Anlagen. Unsere erweiterte M12-/ M8 Anschlusstechnik zeigt, wie kompakte Schnittstellen die Industrie 4.0 noch smarter machen. Mit jedem Detail, das nun seinen Platz findet, steigt die Vorfreude auf inspirierende Gespräche und spannende Begegnungen. Besuchen Sie uns in Halle 10 / Stand 535 – wir freuen uns auf Sie! Link: www.vs-connectors.de

Die Einführung von US-Strafzöllen, insbesondere unter der Administration von Donald Trump, hatte weitreichende Auswirkungen auf die globale Elektronikindustrie, einschließlich der Steckverbinderbranche. Diese Zölle wurden auf Produkte aus verschiedenen Ländern erhoben, darunter auch China, ein wichtiger Produzent von Elektronikkomponenten und -materialien. Nachteile für die Steckverbinder-Industrie - Erhöhte Produktionskosten: Teureres Rohmaterial: Viele der Rohstoffe, die in der Steckverbinderproduktion verwendet werden, wie z.B. Kupfer und Aluminium, werden aus Ländern importiert, die ebenfalls Zöllen unterliegen. Dies erhöht die Produktionskosten für Unternehmen, die diese Materialien benötigen. Höhere Fertigungskosten: Hersteller in den USA, die Komponenten aus Ländern wie China beziehen, mussten aufgrund der Zölle höhere Preise für importierte Waren zahlen. Dies führte zu einer Erhöhung der Gesamtfertigungskosten. - Störung der Lieferketten: Die US-Strafzölle haben die internationalen Lieferketten gestört, insbesondere für Produkte, die teils oder vollständig in China hergestellt werden. Das führte zu Verzögerungen, Produktionsengpässen und insgesamt ineffizienteren Abläufen. Unternehmen mussten alternative Lieferquellen suchen, was zu weiteren Unsicherheiten und potenziellen Qualitätsproblemen führte. - Marktintegration und Wettbewerb: Die Strafzölle führten dazu, dass US-Unternehmen weniger wettbewerbsfähig gegenüber internationalen Konkurrenten wurden. Insbesondere in der Steckverbinderindustrie, wo Preisgestaltung ein wichtiger Faktor ist, konnten sich amerikanische Hersteller im Vergleich zu niedrigpreisigeren Produkten aus Asien schlechter positionieren. - Eingeschränkter Marktzugang: Unternehmen, die auf den chinesischen Markt angewiesen sind, um ihre Produkte zu verkaufen, mussten mit höheren Kosten und einer potenziellen Verringerung der Nachfrage kämpfen. Chinesische Hersteller haben oft ihre eigenen nationalen Produkte bevorzugt oder ausländische Unternehmen mit hohen Zöllen belastet. - Chancen für die asiatischen Märkte: Verlagerung von Produktionskapazitäten: Wachstum der Produktion in Asien: Asien, insbesondere Länder wie Vietnam, Südkorea und Taiwan, profitierte von der Verlagerung von Produktionskapazitäten und Aufträgen, die vorher nach China gegangen sind. Diese Märkte bieten nun günstigere Fertigungsoptionen, da sie von den US-Strafzöllen weniger betroffen sind. Diversifikation der Lieferketten: Hersteller in Asien haben sich schnell auf die veränderten geopolitischen Bedingungen eingestellt und ihre Produktionsstrategien angepasst, um auf die veränderten Handelsbedingungen zu reagieren. Dies kann langfristig zu einer Stärkung asiatischer Märkte führen. - Verbesserte Wettbewerbsfähigkeit: Kostenvorteile: Asiatische Hersteller, insbesondere in China und Südostasien, konnten durch geringere Produktionskosten und einen stabileren Zugang zu Rohmaterialien ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem US-Markt steigern. Sie könnten sogar von einer höheren Nachfrage seitens der US-Unternehmen profitieren, die nun auf günstiger produzierte Steckverbinder aus Asien angewiesen sind. - Technologische Innovation: Forschung und Entwicklung: Asiatische Unternehmen, insbesondere in Japan, Südkorea und Taiwan, sind führend in der Forschung und Entwicklung von neuen Steckverbindertechnologien. Die geopolitische Lage könnte diese Innovationen beschleunigen, da Unternehmen bestrebt sind, den US-Markt durch höhere Qualität und technologische Exzellenz zu bedienen. - Stärkung der asiatischen Marktführer: Größere asiatische Unternehmen profitieren von den geopolitischen Spannungen, da sie flexibel auf die Nachfrage reagieren können und wenig durch Zölle in Europa belastet sind. Fazit: Die US-Strafzölle auf Steckverbinder und andere Elektronikprodukte haben negative Auswirkungen auf die globalen Lieferketten und die Produktionskosten. Für US-amerikanische Hersteller bedeutet dies höhere Betriebskosten und geringere Wettbewerbsfähigkeit. Im Gegenzug können diese Zölle jedoch als Chance für asiatische Märkte und Hersteller dienen, da sie in der Lage sind, die Nachfrage der USA zu bedienen, die auf günstigere Alternativen angewiesen sind. Zudem können asiatische Hersteller ihre Marktanteile erhöhen, indem sie von den geopolitischen Spannungen und den Änderungen in den globalen Lieferketten profitieren.









